5 Bücher über Astronauten und Möchtegern-Astronauten

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Illustration von PIRO4D / pixabay

1. Das Literarische: »Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt« von Ulrike Schmitzer

Die Biochemikerin Kira testet in simulierter Schwerelosigkeit Astronautenausrüstung und wird plötzlich selbst ins Programm für die Mars-Besiedelung aufgenommen. Eigentlich war das immer ihr Traum, doch nun beginnen die Dinge, mysteriös zu werden. Die Weltraumbehörde hat beunruhigend viel Macht über Kiras Leben und dann taucht auch noch eine  Zwillingsschwester auf.

Ein schmales Buch, kann man durchlesen, während der Liebste »2001: Odyssee im Weltraum« sieht.

Gefällt dir, wenn du reduzierte Sprache magst (zum Beispiel ein Fan von Peter Stamm bist) und nebenbei Fakten über die Raumfahrt erfahren möchtest.

2. Der Bestseller: »Terranauten« von T.C. Boyle 

Amerikanische Wissenschaftler stecken eine Gruppe Freiwillige für zwei Jahre unter eine Glaskuppel. In einem künstlich angelegten Ökosystem sollen sie beweisen, dass Leben außerhalb der Erde möglich ist. Auf 600 Seiten erleben wir, was passiert, wenn Leute ihre gesamte Zeit in Gesellschaft von Menschen verbringen müssen, die sie sich nicht ausgesucht habe. Ihr ahnt es schon: Streit, Versöhnung, Intrigen und Techtelmechtel.
Das Experiment gab es übrigens wirklich!
Als riesiger Fan von T. C. Boyle bin ich etwas voreingenommen, ich würde allerdings Lesern, die ihn noch nicht kennen, empfehlen, mit seinem Klassiker »Wassermusik« einzusteigen. Es sei denn, ihr mögt John Irving. Wenn ihr euch durch eines seiner dicken Werke gekaut habt, werdet ihr auch »Terranauten« an keiner Stelle langatmig finden.
Und noch ein Tipp zum Schluss: Sollte euer Englisch gut genug sein, lest das Buch im Original. Ihr werdet bestimmt die ein oder andere neue Vokabel lernen. Boyle hat einen wunderbaren Ton und einen gigantischen Wortschatz.

Gefällt dir, wenn du über Zwischenmenschliches lesen möchtest und unter virtueller Reiseübelkeit leidest. Mit diesem Buch wird dir garantiert nicht schlecht: Nicht nur wird hier niemand in die Stratosphäre geschossen, auch das Tempo der Erzählung ist eher gemächlich.

3. Das Preisgekrönte: »Astronauten« von Sandra Gugić 

Debütroman, der mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet wurde. Es geht um die Schicksale von sechs Menschen in einer Großstadt. Da sind die Freunde Darko und Zeno, Mara, in die Darko verliebt ist, der schriftstellernde Taxifahrer Alen, der Polizist Niko, und der drogensüchtige Alex. Fliegen sie ins All? Nein. Und warum dann der Titel? Sie alle schweben auf die eine oder andre Art in der Leere.
Das Buch ist abwechselnd aus einer von sechs Ich-Perspektiven erzählt.

Gefällt dir, wenn du weniger an Raketen sondern mehr am inneren Astronauten in jedem von uns interessiert bist.

4. Das Insiderwerk: »Anleitung zur Schwerelosigkeit: Was wir im All fürs Leben lernen können« von Chris Hadfield 

Natürlich empfehle ich auch das Buch eines Fachmanns. Chris Hadfield, der Space Cowboy, bekannt aus Videos, in denen er in der Raumstation Gitarre spielt, erklärt uns, wie der Blick von oben das Leben verändert, wenn man wieder unten ist. Nebenbei schildert er seinen langen Weg ins All – und damit ist nicht nur die Anreise gemeint.

Gefällt dir, wenn du ein Ziel verfolgst, das unerreichbar scheint, und dafür Inspiration und Ermutigung brauchst.

5. Das Unveröffentlichte: Tagebuch eines Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS)

Würdet ihr das nicht auch gern lesen? Astronauten schreiben Tagebücher, zeigen sie aber nicht herum. Nur ein Mann durfte spicken: Der Isolationsforscher Jack Stuster. Hier ist ein Interview mit ihm, in dem er aus dem Nähkästchen plaudert: »Der Weltraum verändert jeden«
Mädels: Lest auf jeden Fall die zwei letzten Sätze 😉

Gefällt dir, wenn du einen guten Freund oder nahen Verwandten davon abbringen willst, sich für eine Weltraummission zu bewerben.

***

P.S.: Ich verzichte auf Amazon-Links, aber wenn du mich unterstützen möchtest, lade mein kostenloses Bonuskapitel zu »Die Orangerie« herunter (und wenn es dir gefällt, später den Roman). Um Raumfahrt geht es nicht, allerdings leiden die Protagonisten auch unter beengten Wohnverhältnissen und unbequemer Kleidung, weswegen einer von ihnen das Nacktsein bevorzugt.

P.P.S.: All diese Lektüre ging nicht folgenlos an mir vorüber.  Nein, ich mache noch keine Parabelflüge, aber ich plane einen eigenen Roman über Hobby-Astronauten. Wenn du informiert werden möchtest, abonniere meinen Newsletter. Vielleicht verlose ich zum Buchstart ein paar Freiexemplare oder denke mir etwas anderes Hübsches aus.Logo-Buchpassion

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Aktion #Buchpassion.

Und bald: 5 Bücher über Nicht-Katzen

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8 Kommentare

  1. Astronauten ist zwar keine Berufsgruppe die mich reizt oder interessiert, aber dein Beitrag zu den passenden Büchern gefällt mir dennoch! Wobei ich sagen muss das ich mit den Terranauten schon länger liebäugle – du hast mich nochmals auf den Geschmack gebracht!

    Liebe Grße
    Janna

    Gefällt 1 Person

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