Sehen und gesehen werden: Historische Fakten

Zunächst ein paar Zahlen: 

Inoffizielle Mitarbeiter
„Ein Inoffizieller Mitarbeiter (IM) […] war in der DDR eine Person, die dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS oder „Stasi“) gezwungenermaßen oder freiwillig verdeckt Informationen lieferte oder auf Ereignisse oder Personen steuernd Einfluss nahm, ohne formal für diese Behörde zu arbeiten.“ (Quelle: Wikipedia, abgerufen am 29.95.16)
Die geschätzte Zahl der IMs, während der letzten Jahre der DDR, liegt zwischen 110.000 und 189.000.
Artikel: Wie viele Spitzel hatte die DDR-Staatssicherheit?

Stasi-Unterlagen
Nach dem Fall der Mauer, versuchten Stasi-Mitarbeiter, die Unterlagen zu vernichten, aber DDR-Bürger verhinderten das größtenteils, indem sie die Dienststellen besetzten.
Die erhaltenen Schriftstücke ergeben aneindergereiht eine Länge von ca. 112.000 Metern. Etwa 1,7 Mio. Fotos, Negative und Dias, 24.100 Tonaufzeichnungen und über 2.850 Filme und Videos sind erhalten.
Zerrissene Unterlagen, die die Stasi-Mitarbeiter nicht vollständig zerstören konnten, füllen ca. 15.500 Säcke. Momentan versucht man, die Schnipsel mit Computerhilfe wieder zusammenzusetzen.

Artikel: Brisante Stasi-Akten erstmals per Computer rekonstruiert
Digitalisiertes Material: Stasi-Mediathek
Offizielle Stelle: Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

Auch interessant:

Freund oder Feind?
Immer wieder werden auch Prominente als ehemalige IMs oder Stasi-Mitarbeiter enttarnt. Über das Doppelleben des Schriftstellers Alexander „Sascha“ Anderson und die Reaktionen ehemaliger Weggefährten drehte Annekatrin Hendel einen Dokumentarfilm. („Anderson“, online abrufbar auf ARD.de bis 20.10.16)

 

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